Pflegehinweise
Von : Anne-Sophie

Wie pflegt man den Akku eines Elektrofahrrads richtig?

Homme en train de réparer un vélo électrique

Der Akku ist das Herzstück und der Motor Ihres E-Bikes. Mit der richtigen Pflege können Sie seine Lebensdauer deutlich verlängern. Hier finden Sie einige Tipps, wie Sie den Akku Ihres E-Bikes optimal pflegen.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Laden Sie Ihren Akku auf, bevor der Ladezustand unter 20–30 % fällt. Vermeiden Sie eine dauerhafte Ladung auf 100 % und verwenden Sie ausschließlich das Original-Ladegerät.

  • Lagern Sie den Akku mit einem Ladezustand von etwa 40 % an einem trockenen, kühlen und temperierten Ort.

  • Schützen Sie Ihren Akku, indem Sie ihn keinen extremen Temperaturen aussetzen.

  • Reinigen Sie Ihren Akku regelmäßig mit einem sauberen und trockenen Tuch.

1. Den Akku Ihres E-Bikes richtig laden

Ein gutes Lademanagement ist entscheidend, um die Reichweite Ihres Akkus zu erhalten und seine Lebensdauer zu verlängern.

Bei den ersten fünf Verwendungen Ihres E-Bike-Akkus sollten Sie den Akku jeweils vollständig aufladen und anschließend möglichst weit entladen. Lesen Sie die mit Ihrem Akku und Ladegerät gelieferte Bedienungsanleitung sorgfältig durch.

Wenn Sie Ihren Akku aufladen, schließen Sie zunächst das Ladegerät an die Steckdose an und verbinden Sie es erst anschließend mit dem Akku. Warum? Beim Einstecken des Ladegeräts in die Steckdose kann ein Lichtbogen entstehen. Ladegeräte sind dafür ausgelegt, diesen elektrischen Lichtbogen aufzunehmen, ohne beschädigt zu werden. Der Akku hingegen ist dafür nicht ausgelegt. In unseren Expertenartikeln erfahren Sie, wann und wie Sie den Akku Ihres E-Bikes richtig aufladen.

Expertentipp

Doris - Koordinatorin Kundenservice & Produkte bei Doctibike

  • Verwenden Sie das Original-Ladegerät des Herstellers, um eine stabile Ladung zu gewährleisten und Überspannungen oder Mikrofehler zu vermeiden, die den Akku beschädigen oder thermische Probleme verursachen können. Falls Sie es ersetzen müssen, wählen Sie ein kompatibles Ladegerät.

2. Tiefentladung vermeiden

Lassen Sie den Akku niemals vollständig entladen. Laden Sie ihn auf, bevor der Ladezustand unter 20–30 % fällt. Um die Lebensdauer Ihres Akkus zu verlängern, sollten Sie ihn außerdem nicht ständig bis auf 100 % aufladen.

Denken Sie daran, Ihren Akku regelmäßig aufzuladen, auch wenn Sie Ihr E-Bike nicht benutzen (mindestens einmal pro Monat). So vermeiden Sie eine Tiefentladung. Diese tritt auf, wenn der Akku eines E-Bikes vollständig entladen wird und über einen längeren Zeitraum in diesem Zustand verbleibt. Eine Tiefentladung kann einzelne Zellen beschädigen, die Reichweite des Akkus verringern und in manchen Fällen sogar dazu führen, dass der Akku nicht mehr funktioniert. Weitere Informationen finden Sie in unserem Artikel darüber, ob der Akku beim E-Bike entfernt werden sollte.

Wenn der Akku über einen längeren Zeitraum nicht verwendet wird, liegt der ideale Ladezustand bei etwa 40 %, um die Selbstentladung möglichst gering zu halten. Beispielsweise kann ein Akku, der mit 100 % Ladung gelagert wird, abhängig von der Temperatur eine bis zu 20 % höhere Selbstentladung aufweisen als ein Akku, der mit einem Ladezustand von 40 % gelagert wird.

3. Reinigen Sie Ihren Akku regelmäßig

Eine regelmäßige Reinigung Ihres Akkus trägt dazu bei, seine Lebensdauer und Reichweite zu erhalten. Entfernen Sie den Akku vor jeder Reinigung aus dem E-Bike und stellen Sie sicher, dass er ausgeschaltet ist.

Zur Reinigung des Gehäuses verwenden Sie einfach ein weiches, trockenes Tuch, um Staub, Schlamm oder andere Verschmutzungen zu entfernen, die sich während Ihrer Fahrten angesammelt haben. Achten Sie dabei besonders auf die Akkukontakte. Diese müssen sauber und trocken bleiben, um eine optimale Stromübertragung zu gewährleisten. Reinigen Sie sie bei Bedarf vorsichtig mit einem trockenen Tuch.

Verwenden Sie keinen Hochdruckreiniger und richten Sie keinen direkten Wasserstrahl auf den Akku oder seine Anschlüsse. Auch wenn die meisten Akkus gegen Witterungseinflüsse geschützt sind, kann übermäßige Feuchtigkeit die Bildung von Korrosion begünstigen und elektronische Komponenten beschädigen.

Gehen Sie sorgfältig mit Ihrem Akku um und vermeiden Sie jegliche Stöße oder Schläge. Sollte der Akku einen starken Stoß erlitten haben oder Anzeichen von Korrosion aufweisen, bringen Sie ihn zu Ihrem nächstgelegenen Wertstoffhof oder zu einer Verkaufsstelle mit einem Batribox- oder Ecosystem-Sammelbehälter. Anschließend wird Ihr Akku an einen zertifizierten Recyclingbetrieb weitergeleitet.

4. Den Akku richtig lagern

Lagern Sie Ihren Akku an einem trockenen und kühlen Ort, an dem keine starken Temperaturschwankungen auftreten. Übermäßige Hitze kann die Alterung der Akkuzellen beschleunigen, während starke Kälte ihre Leistungsfähigkeit verringert. Darüber hinaus kann Feuchtigkeit die Korrosion der internen Komponenten fördern und den elektronischen Schutz beeinträchtigen. Bewahren Sie den Akku idealerweise in einem gut belüfteten Raum mit möglichst konstanter Temperatur auf, fern von direkten Wärmequellen (Heizkörper, Sonneneinstrahlung usw.) oder starker Kälte (z. B. eine ungedämmte Garage im Winter).

5. Schützen Sie Ihren Akku vor extremen Temperaturen

Während Kälte die Reichweite eines Akkus vorübergehend verringern kann, wirkt sich Hitze langfristig deutlich schädlicher aus. Eine längere Einwirkung hoher Temperaturen beschleunigt die chemische Alterung der Akkuzellen und führt zu einem irreversiblen Kapazitätsverlust.

Vermeiden Sie daher möglichst, Ihren Akku bei hohen Temperaturen in einem Fahrzeug in der prallen Sonne, in der Nähe einer Wärmequelle oder in einem schlecht belüfteten Raum liegen zu lassen.

Eine gute Pflege Ihres Akkus im Winter ist besonders wichtig: Entdecken Sie alle Expertentipps in unserem umfassenden Ratgeber.

Sie haben diese Tipps zur richtigen Pflege Ihres Akkus befolgt, dennoch verliert er an Leistung oder ist defekt? Kontaktieren Sie uns – wir erstellen Ihnen kostenlos einen Kostenvoranschlag für die Wiederaufbereitung Ihres Akkus!

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