Technische Informationen zu Akkus und Fahrrädern
Von : Pierre

Wie funktioniert ein Elektrofahrrad?

Homme sur vélo électrique avec batterie puissante

Das Elektrofahrrad hat unsere Art, urbane Mobilität und Freizeitradfahren zu verstehen, grundlegend verändert. Im Gegensatz zu einem Elektroroller oder E-Scooter bleibt das Elektrofahrrad ein Fahrrad: Es erfordert die Kraft der Beine, um voranzukommen, vervielfacht jedoch die Kraft des Fahrers. In diesem Artikel sehen wir uns im Detail an, wie ein Elektrofahrrad funktioniert.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Der Motor wird nur beim Treten aktiviert und über Trittfrequenz- oder Drehmomentsensoren gesteuert, was für ein mehr oder weniger flüssiges Fahrgefühl sorgt.
  • Der Controller überträgt die Energie des Fahrradakkus an den Motor. Der Motor kann sich im Rad oder im Tretlager befinden.
  • Eine gute Nutzung der Unterstützungsmodi und das richtige Schalten der mechanischen Gänge sind entscheidend, um die Reichweite und die Lebensdauer Ihres Akkus zu optimieren.

Die Tretunterstützung: das Grundprinzip des Elektrofahrrads

Die Funktionsweise des Elektrofahrrads basiert auf der Tretunterstützung. Im Gegensatz zu einem Verbrennungsmotor, der selbstständig läuft, wird der Motor eines Elektrofahrrads nur aktiviert, wenn er eine Pedalbewegung erkennt. Dieses Zusammenspiel wird durch zwei Arten von Sensoren gesteuert:

  • Der Trittfrequenzsensor: Er erkennt lediglich, ob sich die Pedale drehen. Es handelt sich um ein binäres System: Sobald Sie treten, setzt die Unterstützung ein. Fahrräder mit diesem Sensor sind in der Regel günstiger und einfacher zu bedienen. Allerdings kann die geringere Reaktionsfähigkeit das Fahrgefühl weniger flüssig machen.

  • Der Drehmomentsensor: Er ist fortschrittlicher und misst die tatsächliche Kraft, die Sie auf die Pedale ausüben. Wenn Sie kräftig treten, liefert der Motor viel Leistung. Wenn Sie die Pedale nur leicht bewegen, bleibt die Unterstützung dezent. Ein Drehmomentsensor ist teurer, sorgt aber für ein deutlich natürlicheres und flüssigeres Fahrgefühl. Außerdem trägt er dazu bei, die Reichweite Ihres Akkus zu verbessern.

Diese Steuerung wird von einem Controller übernommen, dem eigentlichen Gehirn des Fahrrads. Er entnimmt die Energie aus dem Akku Ihres Fahrrads (in der Regel Lithium-Ionen) und versorgt damit den Motor.

Wie funktioniert die Kraftübertragung des Motors?

Die Stelle, an der der Motor seine Kraft überträgt, verändert das Fahrverhalten des Fahrrads. Man unterscheidet zwei Hauptarten der Kraftübertragung:

  • Der Nabenmotor: Er befindet sich im Vorder- oder Hinterrad. Dieses System ist einfach, oft günstiger und ideal für den Stadtverkehr. Allerdings nutzt es die Gänge des Fahrrads nicht aus und kann den Reifenwechsel komplizierter machen.

  • Der Mittelmotor: Dies ist die ausgereifteste Technologie. Der Motor befindet sich direkt an der Tretlagerachse. Der größte Vorteil besteht darin, dass er die mechanische Kraftübertragung des Fahrrads über Kette und Schaltwerk nutzt. Wie bei einem Auto profitiert der Motor von den Übersetzungsverhältnissen: Ein kleines Ritzel sorgt für Geschwindigkeit, ein großes Ritzel für mehr Drehmoment am Berg. Das bietet ein natürliches Fahrgefühl und eine optimale Energieeffizienz.

Wie benutzt man sein Elektrofahrrad?

Wie bei einem herkömmlichen Fahrrad ist die Nutzung eines Elektrofahrrads intuitiv. Wenn Sie Ihr Elektrofahrrad jedoch richtig verwenden, können Sie die Reichweite und die Lebensdauer deutlich verbessern.

Die Nutzung der Unterstützungsmodi

Am Lenker befindet sich ein Display mit Tasten, über das Sie die Unterstützungsstufe auswählen können (Eco, Tour, Sport, Turbo …). Um den Akku zu schonen, empfiehlt es sich, auf flacher Strecke im Eco-Modus zu fahren und die leistungsstärkeren Modi nur dann zu nutzen, wenn es wirklich nötig ist (Gegenwind, Steigungen …).

Das Schalten der Gänge

Das ist der klassische Anfängerfehler. Auch bei einem Elektrofahrrad sollten Sie die mechanischen Gänge weiterhin wie bei einem herkömmlichen Fahrrad nutzen. Einen Anstieg im großen Kettenblatt zu fahren und sich nur auf den Motor zu verlassen, lässt diesen heiß werden und entlädt den Akku vorzeitig.

Pflegen Sie Ihr Fahrrad und den Akku richtig

Ein Elektrofahrrad ist höheren mechanischen Belastungen ausgesetzt als ein herkömmliches Fahrrad. Besonders der Akku Ihres Fahrrads sollte regelmäßig gepflegt werden. Kette, Ritzel und Bremsbeläge können sich durch das höhere Gewicht und die zusätzliche Motorkraft schneller abnutzen. Wir empfehlen Ihnen daher, den Zustand Ihres Fahrrads regelmäßig zu überprüfen. Wenden Sie sich bei Bedarf gerne an Ihren Fachhändler.

Wenn Sie noch weiter gehen und erfahren möchten, wie Sie Ihr Elektrofahrrad richtig nutzen, lesen Sie unseren vollständigen Leitfaden.